Reise nach Griechenland – Stand: 20. September 2016

Reise nach Griechenland – Stand: 20. September 2016

Liebe UnterstützerInnen

In den letzten drei Wochen sind Helena Klein, Jonas Härter, David Baumann und Bastian Lehner wieder in den diversen Flüchtlingscamps rund um Thessaloniki im Einsatz gewesen – nunmehr im Namen des Vereins aid hoc. Seit unserem ersten Einsatz hat sich die Situation für die Menschen auf der Flucht in Griechenland und auch für die Volontäre in gewisser Hinsicht stark verändert. Erfreulicherweise sind viele Aufgaben, die wir und andere unabhängige Volontäre bei unserem ersten Einsatz (und damit in der Anfangsphase der neuen militärisch geleiteten Camps) ‘notfallmässig’ übernommen haben, nun von einzelnen Gruppen mittelfristig übernommen worden und Zuständigkeiten haben sich geklärt. Da wir uns dieser Veränderung anfangs nicht so deutlich bewusst waren, hatten wir zuerst etwas Mühe neue Aufgaben zu finden, da wir im Sinn hatten, einfach unsere Arbeit vom ersten Einsatz fortzusetzen. Viele Camps in Nordgriechenland werden nun einigermassen regelmässig mit Gemüse, Früchten oder grundlegenden Hygieneartikeln beliefert. Auch die Aufgaben unserer bisher wichtigsten Bezugsperson Petros haben sich dadurch stark verändert: Er hilft nun hauptsächlich diversen Gruppen und NGOs, beim Einkauf von Hilfsgütern optimale Bedingungen zu erreichen.
Helena und Jonas sind gemeinsam nach Griechenland gereist, David ist 10 Tage später dazugestossen und Basti hat in den letzten Tagen ebenfalls nochmals vor Ort mitgeholfen. Dieses Mal haben wir vor allem bei wichtigen Aufgaben «im Hintergrund», also nicht direkt in den Flüchtlingscamps, mitgeholfen. So haben wir das Epigrafes Refugee Warehouse bei diversen Arbeiten unterstützt, ebenso manchmal Petros bei seinen Grosseinkäufen oder ad hoc bei kleineren Notfällen in den Camps (Dach einer Klinik abdichten, Kinderfahrräder reparieren anlässlich des Eid al-Adha, etc.), dann haben wir in der Farma Community Kitchen, in der für das Camp in Kalohori gekocht wird, ausgeholfen, und dazwischen warme Kleider sortiert, die im nahenden Winter benötigt werden. Helena konnte zudem ihr Fachwissen als Schneiderin einsetzen, als wir bei der Umsetzung eines Nähmaschinen-Projektes im Camp Oreokastro mithalfen.
Ausserdem haben wir an besonders schweisstreibenden Tagen im Auftrag von Robi vom Warehouse dabei mitgeholfen, im unterdessen bereits wieder aufgelösten Flüchtlingscamp ausserhalb Kavalas im Osten Griechenlands (2.5h von Thessaloniki) die von Volontären gebauten Zeltböden wieder auszubauen. Dabei wurden wir tatkräftig unterstützt von freiwilligen Helfern aus dem neuen Flüchtlingscamp in Kavala. Diese Zeltböden werden in diversen Camps dringend benötigt, wie die erste längere Regenperiode bewiesen hat: In Camps wie Vasilika, Softex oder Nea Kavala standen nach den ersten spätsommerlichen Regentagen diverse Zelte unter Wasser.
Eine gänzlich neue Erfahrung konnten wir im Umgang mit jenen Flüchtlingen sammeln, die aus verschiedenen Gründen nicht in einem Camp unterkommen können. Während einigen Tagen haben wir in der Soul Food Kitchen mitgeholfen, die für die obdachlosen Flüchtenden und andere Menschen in Not kocht. Neben der üblichen Küchenarbeit konnten wir auch beim Verteilen in den Strassen und Parks rund um den Bahnhof mithelfen. Die Lebensrealität dieser Menschen ohne reelle Hoffnung auf ein Weiterkommen und ohne Dach über dem Kopf ist noch einmal etwas ganz anderes als der relativ organisierte Alltag in den Camps – insbesondere nun, da die Tage wieder kälter und der Regen häufiger wird.
Zum Schluss konnten wir uns glücklicherweise nochmals ein wenig auf unsere Volunteer-Wurzeln berufen: Helena und David haben Robi und Vicente gemeinsam mit einer grossen Gruppe spanischer Freiwilliger geholfen auf einem Feld nahe Polikastro einige Tonnen Wassermelonen zu ernten, die ein Bauer gratis abgetreten hat. Diese konnten wir nach getaner Arbeit dann im Camp Nea Kavala verteilen. Am selben Tag ist Basti mit Deena und Jonas im Schlepptau nach Drama gefahren, um die gespendeten medizinischen Geräte dem Team Kitrinos zu übergeben (dazu aber bald mehr…).
Wir danken Euch allen herzlich für Eure Unterstützung. Im Moment haben wir noch keine grösseren Ausgaben getätigt, wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit aber gemeinsam mit anderen Gruppen ein grösseres Projekt unterstützen. Kleinere, aber gerade so wichtige Ausgaben sind immer wieder angefallen und wir waren stets sehr froh, dass wir diese jeweils ohne Probleme decken konnten.

Photo Credits: Deena Stevens

Herzlichen Dank,
Jonas Härter, Dave Baumann, Bastian Lehner, Medea Messerich, Arion Gastpar, Daniela Güdel, und Helena Klein
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